So deployst du einen token auf Polygon in 3 Schritten (mit No-Code-Alternative)
In diesem Guide zeige ich dir, wie du einen MRC-20 token auf Polygon deployst, mit smart contracts in Solidity. Danach bekommst du eine No-Code-Alternative, falls du es einfacher lösen willst.
Polygon läuft als L2-Lösung für Ethereum. Das heißt: Du bekommst eine skalierbarere und günstigere Umgebung, bleibst aber kompatibel mit der Infrastruktur von Ethereum.
Tokens, die auf Polygon deployed werden, nutzen den ERC-20-Standard (in der Nische oft MRC-20 genannt). Er ist breit kompatibel und macht die Integration von tokens in DeFi-Apps, wallets und exchanges deutlich einfacher.
Da Polygon EVM-kompatibel ist, kannst du jeden smart contract oder dApp, den du für Ethereum erstellst, mit wenig bis gar keiner Anpassung auf Polygon deployen.
Smart Contracts und Solidity: So deployest du token MRC-20
Im Polygon-Ecosystem bedeutet das Deployen eines token ERC-20, dass du einen smart contract mit Solidity schreibst, der wichtigsten Sprache für Verträge auf EVM-kompatiblen Blockchains wie Ethereum und Polygon. Hier kommt ein genauerer Blick auf die Schritte, die du brauchst, um einen token auf Polygon zu erstellen und zu deployen.
1. Richte deine Entwicklungsumgebung ein
Zum Start brauchst du eine passende Entwicklungsumgebung. Es gibt mehrere Tools und Frameworks, die die Entwicklung von smart contracts deutlich einfacher machen:
- Remix: Ein browserbasiertes IDE mit nativer Unterstützung für Solidity.
- Truffle oder Hardhat: Lokale Entwicklungsframeworks, mit denen du Verträge kompilieren, testen und deployen kannst. Für das wallet-Management lassen sie sich mit MetaMask verbinden.
Außerdem musst du dich über eine wallet wie MetaMask mit dem Netzwerk von Polygon verbinden.
2. Den Smart Contract ERC-20 schreiben
Ein token ERC-20 folgt einer standardisierten contract-Struktur mit mehreren wichtigen Funktionen und Events. Hier ist ein Beispiel für einen einfachen ERC-20 contract in Solidity:
pragma solidity ^0.8.0;
import "@openzeppelin/contracts/token/ERC20/ERC20.sol";
contract MyToken is ERC20 {
constructor(uint256 initialSupply) ERC20("MyToken", "MTK") {
_mint(msg.sender, initialSupply);
}
}
In diesem Beispiel nutzen wir die ERC-20 Implementierung von OpenZeppelin, um die Entwicklung schlanker zu halten. Der contract enthält:
- Constructor: Initialisiert den Namen des token („MyToken“) und das Symbol („MTK“) und erstellt den initialen supply für die Adresse des contract-Erstellers.
- _mint function: Steuert die Erstellung von tokens und weist sie einer bestimmten Adresse zu (in diesem Fall der Adresse des contract-Deployers).
Zu den wichtigsten Bausteinen des ERC-20-Standards gehören:
- transfer: Ermöglicht es holders des token, tokens an eine andere Adresse zu senden.
- approve: Legt eine Freigabe fest, damit ein Dritter tokens im Namen des holders ausgeben kann.
- transferFrom: Ermöglicht es, tokens von einer Adresse an eine andere zu übertragen, basierend auf einer zuvor eingerichteten Freigabe.
3. Contract kompilieren und deployen
Sobald der Contract geschrieben ist, musst du ihn mit dem Solidity-Compiler kompilieren, entweder direkt in Remix oder über Command-Line-Tools wie Truffle oder Hardhat.
Hier ist ein Beispiel, wie du den Contract mit Truffle deployen könntest:
truffle migrate --network polygon
Beim Deployment interagierst du mit dem Polygon-Netzwerk. Dafür brauchst du MATIC (den nativen token von Polygon), um die gas fees zu bezahlen. Die Kosten für das Deployment eines token auf Polygon sind wegen der L2-Architektur deutlich niedriger als auf Ethereum. Während ein Deployment auf Ethereum mehrere hundert Dollar kosten kann, liegen die Deployment fees auf Polygon meist zwischen ein paar Cent und wenigen Dollar, je nach Auslastung des Netzwerks.
4. gas fees und Kosten optimieren
Entwickler von smart contracts achten oft stark auf gas-Optimierung, besonders in einer L2-Umgebung. Auch wenn gas fees auf Polygon deutlich niedriger sind, kann ineffizienter Code unnötig hohe Transaktionskosten verursachen. Gängige Ansätze zur gas-Optimierung sind:
- Storage-Operationen minimieren: Storage-Operationen in Solidity sind teuer. Nutze wann immer möglich
memory-Variablen und vermeide wiederholtes Schreiben in den Storage. - Batch-Operationen: Statt mehrere einzelne Aktionen auszuführen, bündelst du Transaktionen, wo es sinnvoll ist, um die Ausführungsschritte zu reduzieren.
- Externe Libraries: Nutze Libraries wie OpenZeppelin, um geprüften Code einzusetzen und keine neuen Schwachstellen oder redundanten Code einzubauen.
5. Tests und Sicherheit
Bevor du deinen Contract auf mainnet deployest, solltest du ihn gründlich testen. Nutze Ganache oder die lokale Umgebung von Hardhat, um Deployment und Interaktionen zu simulieren. Schreibe Unit Tests, damit dein token sauber nach dem ERC-20-Standard funktioniert.
Häufige Schwachstellen sind:
- Reentrancy attacks: Sie entstehen, wenn externe Calls eine rekursive Funktionsausführung auslösen, was zu unerwünschten Ergebnissen führen kann.
- Overflow und underflow: Neuere Solidity-Versionen (0.8.x und höher) fangen das automatisch ab. In älteren Versionen brauchst du dafür unter Umständen Libraries wie SafeMath.
Sobald du sicher bist, dass der contract sauber abgesichert ist, deploye ihn zuerst im testnet von Polygon (Mumbai), bevor du auf das mainnet gehst.
Die no-code Alternative: Smithii Tools
Wenn du dich nicht mit Programmierung oder der Einrichtung von Entwicklungsumgebungen beschäftigen willst, bietet Smithii ein no-code Tool, mit dem du tokens auf Polygon deployen kannst, ohne smart contracts schreiben zu müssen.
So deployest du einen token auf Polygon mit Smithii in 3 Schritten
Als Erstes öffnest du das Token Creator Tool von Polygon von Smithii und folgst dort diesen Schritten

- Gib den Namen deines token ein: Hier gibt es keine Einschränkung. Nimm einfach den Namen, der dir am besten gefällt.
- Wähle ein Symbol: Maximal 8 Zeichen.
- Lege den supply total der tokens fest: Üblich sind Werte zwischen 10M und 100B.
Tax
Wenn du diese Option auswählst, kannst du für jede Transaktion deines token einen prozentualen fee festlegen. Wenn du 5 einträgst, entspricht das 5% auf alle Transaktionen mit deinem token. Dadurch entsteht ein deflationärer token.
Außerdem kannst du eine receiver wallet angeben, die nicht zwingend die wallet sein muss, mit der du den token erstellt hast. So leitest du die fees direkt an eine eigene wallet für fees weiter.
Erweiterte Optionen
Hier gibt es 3 Elemente: den AirDrop mode, Anti-bot und Anti-whale:
- Airdrop mode: Diese Option verhindert, dass dein token gehandelt werden kann, bis du selbst etwas anderes festlegst. Sie kostet nichts.
- Anti-bot: Diese tool setzt ein Zeitlimit pro Transaktion, um Aktionen von sniper bots bei deinem token zu verhindern.
- Anti-Whale: Diese tool begrenzt sowohl die Zeit zwischen Trades als auch den Betrag pro Transaktion. So verhinderst du, dass whales im Trading deines token auftauchen.
Die Erstellung eines token auf Polygon mit Smithii Tools kostet 0.01 ETH plus gas fees, eine der niedrigsten Gebühren am Markt.
Verifizierung und Anpassung des Vertrags auf PolygonScan
Wenn du Social-Media-Links und Bilder zu deinem token hinzufügen willst, musst du die ownership verifizieren. Wenn du den token mit Smithii Tools erstellt hast, wurde das beim deploy automatisch erledigt.
Wenn du es nicht mit Smithii Tools gemacht hast, kannst du dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen. Dort erklären wir dir, wie du Links und Logos zu deinem token ERC-20 hinzufügst. Das gibt deinem token bei Investoren einen starken Vertrauensschub, was sich in mehr Verkäufen niederschlagen kann. Es lohnt sich definitiv.
Was kommt nach dem Erstellen des token auf Polygon: Liquidity Pool launchen?
Sobald du den token erstellt hast, ist der nächste Schritt der Markt: Erstelle ihn und launche deinen liquidity pool auf Uniswap. Dafür kannst du unsere Anleitung lesen, wie du eine liquidity pool auf Polygon ohne Programmierung erstellst.
Wenn du deine eigene liquidity pool hast, kannst du mit dem Polygon volume bot gezielt das Volumen deiner Coin erhöhen.
Ist es sicher, einen ERC-20 token auf Smithii zu erstellen?
Smithii Tools wurde unter dem Mantis-Protokoll von CoinFabrik auditiert. Damit ist Smithii die sicherste Tools Suite am Markt.
Fazit
Hier haben wir zwei Wege gesehen, einen MRC-20 token zu erstellen: einmal mit Solidity und einmal mit dem token creator von Smithii. Die no-code-Alternative spart dir den Schritt, das ownership des Vertrags zu verifizieren, und macht es einfacher, die metadata des token zu ändern.
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